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Vortrag: "Erst stirbt die Biene, dann der Mensch?".

Kategorie: UMWELT
Erstellt am Sonntag, 08. Juli 2018 Geschrieben von Manuel Dörfler

Letzte Woche hielt Dr. Andreas von Heßberg im Pfarrzentrum Tirschenreuth einen Vortrag zum Thema "Erst stirbt die Biene, dann der Mensch?".
Zahlreiche Landwirte, Jäger, Vertreter aus der Politik und naturverbundene Bürger/innen waren zu diesem brandaktuellen Thema zusammengekommen.

(Dr. Andreas von Heßberg)


Honigbiene


Herr Dr. von Heßberg ist bei der Universität Bayreuth als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Er selbst ist begeisterter Imker und sieht sich mit diesem Hobby und der von seinen Bienen geleisteten Bestäubungsarbeit als Landwirt.
Der Dozet informierte darüber, dass 460 Wildbienenarten 20% der Gesamtbestäuber-leistung in Deutschland verrichten. Die restlichen 80% würde die Honigbiene übernehmen. Damit unterstrich er die Bedeutung der Honigbiene. Jedoch sei in Bayern die Anzahl der Bienenvölker in den letzten 40 Jahren auf bedenkliche 40% zurückgegangen.

Artensterben

Der Geoökologe gab zu bedenken, dass Insekten die Grundlage der Ernährungspyramide darstellten. Hierzu führte der Redner die Hallmann-Studie an, welche im Oktober 2017 veröffentlicht wurde. Diese besagt, dass in den vergangenen 27 Jahren im Schutzgebiet zwischen Koblenz und der niederländischen Grenze die Biomasse (Anzahl) fliegender Insekten um 75% zurückgegangen sei. Herr Hallmann und dessen wissenschaftliche Mitarbeiter kamen zu dem Ergebnis, dass die Landwirte mit ihren Monokulturen, welche große Mengen an Dünger und Pflanzenschutzmitteln verbrauchen, die Intensivierung der Landwirtschaft aber auch der Rest der Gesellschaft, der auf billige Lebensmittel besteht, Hauptgründe für das Artenverschwinden darstellen.



Kritik

Dr. von Heßberg warf der Politik und den Naturschutzbehörden ein eklatantes Versagen in Bezug auf die Subventionspolitik vor. Darüberhinaus seien Einsparungsmaßnahmen vollzogen worden, woraus Personalmangel in den Naturschutzbehörden resultiert habe. Aus diesem Grund konnten wichtige Aufgaben gar nicht bzw. nicht ausreichend wahrgenom-men werden. "Wollen wir unsere Umwelt und die Artenvielfalt, die Bienengesundheit und letztendlich unsere Gesundheit und Lebensgrundlage erhalten/verbessern, dann müssen wir eine andere Landwirtschaftspolitik fahren", so der Dozent. Die Landwirte seien Opfer dieser Politik und nicht die Täter, betonte der Redner. Jedoch sei jeder Einzelne für sein Tun verantwortlich und müsse nach seinem Gewissen handeln.


Idee


Weiter sprach der Wissenschaftler von seiner Idee, ein verbraucherorientiertes Label für Lebensmittel zu schaffen, welche ohne synthetische Pflanzenschutzmittel erstellt würden, der Landwirt dabei nicht gleich komplett auf "Bio" umstellen und für ein teures Label zahlen müsse.

Praktische Tipps

Indem wir z.B. auf Pflanzenschutzmittel im eigenen Garten verzichten, darin Nistkästen aufhängen oder auch Blühstreifen stehen lassen, welche nicht allwöchentlich dem Rasenmäher zum Opfer fallen und einen geeigneten Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten darstellen, können alle von uns wertvolle Beiträge leisten. 
Der studierte Geoökologe beendete seinen Vortrag mit dem Wunsch, dass wir, die wir doch alle gerne Honig essen, zu intensiven Artenschützern werden.



Copyright 2011 Vortrag: "Erst stirbt die Biene, dann der Mensch?".. NaturFieber TV
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